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Abstieg
06.05.2012 / 1860 - ATSV 1:2 / Allianz Arena
Das Spiel gewonnen. Die Klasse verloren. Ein ganz bitterer Tag für die Alemannia.Es war unglaublich emotional heute. Die Freude über unsere Tore. Das Entsetzen über die Meldungen aus dem Badischen, wo sich die Eintracht gegen den KSC blamierte. Viele Tränen wurden nach dem Schlusspfiff vergossen. Unsere hatten wir im Verlauf der Saison verbraucht. Wir sind leer und ausgebrannt, fühlen uns wie gelähmt.
Besonders in den ersten 45 Minuten haben unsere Jungs noch einmal bewiesen, was sie zu leisten imstande sind. Und das Tor von Uludag zum 2:1 war einfach phänomenal. Irgendeinen Wert hat das nun leider nicht mehr.
Es ist müßig zurückblicken, Vorwürfe zu erheben, Erklärungen zu suchen. Letztlich ist es die Summe aller Saisonergebnisse, die zum Abstieg geführt hat. Dennoch zeigt das Auftreten des Teams und die Punkteausbeute in den wenigen Spielen unter Trainer Ralf Aussem, was mit dem Kader möglich war. Und das lässt uns dann doch hadern. Allzu sehr.
Enden wir heute mit dem alten Pfadfinderlied, zu dessen Melodie wir auch im Stadion singen und dessen Text so passend ist:
"Nehmt Abschied Freunde, ungewiss
ist alle Wiederkehr,
die Zukunft liegt in Finsternis
und macht das Herz uns schwer."
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Wenn ... dann ... :-)
29.04.2012 / ATSV - KSC 1:0 / Neuer Tivoli
Was für ein nervenaufreibendes Spiel. Aber mit sehr erfreulichem Ergebnis. 1:0 haben wir
heute gewonnen. Auch in dieser Höhe verdient. Ok, bleiben wir sachlich: Genau in dieser
Höhe verdient. Wir dürfen wieder hoffen und spekulieren, doch müssen auch bangen.Unsere Jungs taten sich in den ersten Minuten noch schwer. Kämpften sich aber immer besser in die Partie. Ein Freistoß von Kratz sorgte für die erste gute Chance. Demai war es dann, der in der 20. eine Ecke mit dem Kopf verwertete. Die anschließende Feldüberlegenheit konnten wir nicht nutzen. Nach 46 Minuten war der erste Halbzeit vorbei. Der zweite Durchgang jedoch dauerte Stunden. Schweißgebadet und innerlich am Zittern sehnten wir den Schlusspfiff herbei. Feuerten lautstark die Mannschaft an. Letztlich hielten wir dem Bemühen der Gegner erfolgreich stand, gaben wirklich alles und brachten die knappe Führung über die Zeit.
Nach dem Spiel wieder sehr unschöne Szenen. Die polizeilichen Einsatzkräfte stürmten mit einem Großaufgebot den Platz, um aufgebrachte Fans der Gäste in Schach zu halten, übersahen dabei aber, dass einige über die Haupttribüne den Weg Richtung Süd nahmen und dort mit einer Handvoll Ordnern Fangen spielten.
Emotional wurde der Abschied von Erik Meijer. Im Überschwang der Gefühle bedankte sich dieser ganz spontan - so wie wir ihn kennen - mit der Zusage allen Fans, die mit dem Bus nach München fahren, das Eintrittsticket zu zahlen.
Ja, nach München geht es nächsten Sonntag. Wir sind überzeugt, dass alle bei der Alemannia ihr Mögliches tun, das Wunder zu schaffen. Trotzdem kommen wir nicht umhin, gegebene Versprechen einzufordern. Das der Frankfurter Eintracht, den Wettbewerb nicht zu verzerren. Und auch das eines eingefleischten 60-er Fans, der uns schon vor Wochen versicherte, die Punkte am letzten Spieltag könnten wir fest für uns verbuchen.
