Neuanfang auf allen Ebenen.
Ganze 7 Stunden hat die Jahreshauptversammlung heute gedauert. Ohne Pausen wohlgemerkt. Eine echte Mammutsitzung. Und
alles lief in angenehm ruhiger, sachlicher, respektvoller Atmosphäre ab.
Es wurde viel erzählt, geehrt und aus den Abteilungen berichtet. Als es dann um die finanzielle Situation der Alemannia
ging, haben sich die Verantwortlichen gut verkauft. Waren um Aufklärung bemüht, räumten Fehler ein. In 2009 erwirtschaftete
die Alemannia Aachen GmbH bilanzmäßig sogar einen kleinen Gewinn. Das Sanierungskonzept
scheint Hand und Fuß zu haben und macht Hoffnung. Was bleibt auch anderes übrig. Die Lizenz für die neue Spielzeit wurde
durch die DFL vor einer Woche jedenfalls ohne Auflagen erteilt. Den Optionsvertrag für die Bürgschaft der Stadt Aachen
genehmigte die Versammlung fast einstimmig.
Emotionaler Höhepunkt der Tagesordnung dann der kurzweilige Vortrag von Erik Meijer über die vergangene Saison, die
neuen Ziele und über Leistung, Leidenschaft und Loyalität. Zunächst Verhalten war die Reaktion auf das - zugegeben recht
schlichte - neue Trikot. Bis uns Erik auf die Besonderheit hinwies und gleichzeitig in der Halle neue Fahnen entrollt
wurden. Das Wappen! Back to the roots. Wir kehren zu unserem ersten, dem Traditionswappen aus 1925 zurück. Aufbrausender
Beifall unter den etwa 400 anwesenden Alemannen - wir sind begeistert. „Auf Gedeih und Verderb“ ist das neue Motto. Ja, das
passt.
Die Wahlen für den Aufsichts- und Verwaltungsrat, die nicht ganz professionell - eher etwas schusselig - durchgeführt
wurden, fanden zum Ende des Tages statt, nachdem die bisherigen Räte entlastet worden waren. Das Ergebnis ein Paukenschlag.
Doch überraschend, insbesondere auch wegen seines professionellen Auftrittes früher am Tag, wurde der bisherige
Vorsitzende Dr. Jürgen Linden nicht mehr in den Aufsichtsrat gewählt. Ihm fehlten 4 Ja-Stimmen. Hubert Herwartz,
Vorsitzender des Verwaltungsrates, wurde von der Versammlung ebenfalls abgelehnt. Allen anderen Kandidaten stimmten die
Mitglieder zu. Auch in den Gremien wird es also einen Umbruch und Neuanfang geben.
Irritierend jedoch das Verhalten dreier Gewählter (Mönning, Reimig, Lorenz), die ihre Wahl zunächst nicht annahmen und
sich über das Wochenende Bedenkzeit erbaten, was mit Buh-Rufen quittiert wurde.
Was gab es sonst?
Einen Trainer haben wir noch nicht, Satzungsänderungen (wenn auch nicht alle von allen verstanden) beschlossen, Dr. h.c.
Egidius Braun und Prof. Helmut Breuer sind jetzt Ehrenmitglieder und Benny Auer ist gestern Vater geworden. Sehr gespannt
ist Meijer, wie der Kleine wohl aussieht, da er nicht Erik, sondern Nico heißt.
Ach so, entgegen der Meldung in der Aachener Zeitung beendete Leo Führen die Sitzung eben doch mit dem obligatorischen
Hipp-Hipp-Hurra.

