Enttäuschend.
18.12.2011 / BTSV - ATSV 1:1 / Eintracht Stadion
Wir könnten uns im Glanz vergangenen Tage sonnen. Wenn wir dazu in der Lage wären. Inzwischen ist der Glanz nämlich fast vollständig abgebröckelt. Stück für Stück. Rund um die Alemannia ist es nur noch trübe, grau und trist.

Entsprechend der letzten Pressemeldungen ist die Alemannia praktisch nicht mehr zahlungsfähig. Steht kurz vor der Insolvenz. Ob diese noch abzuwenden ist? Keine Ahnung. Man sitzt am runden Tisch. Die Stadt, die Kreditgeber, die Alemannia und wer sonst noch alles. Wir werden sehen.

Dazu die zerrüttete Fanszene. In Braunschweig wurden die Aachen Ultras vom Rest der Fans separiert und auf den Sitzplätzen untergebracht. Was heute aus Sicherheitsaspekten zwar verständlich war, auf der anderen Seite aber eine verheerende Signalwirkung hat.

Und sportlich jagt eine Enttäuschung die nächste. Zum dritten Male nacheinander konnten wir die "Vorlagen" unserer Konkurrenten im Abstiegskampf nicht nutzen. Wieder nur ein Unentschieden. Die Partie in Braunschweig war alles andere als ansehnlich. Dennoch waren wir zur Halbzeit noch einigermaßen zufrieden. Unsere Jungs hatten den Gegnern deren Spiel erfolgreich zerstört. Nach einem Freistoß von Achenbach hatte Sibum mit dem Kopf das 1:0 für uns erzielt. Im zweiten Durchgang versuchten wir dann aber lediglich die knappe Führung irgendwie über die Zeit zu bringen, unfähig das zweite Tor zu schießen und damit den Sack zuzumachen. Ok, auch das Schiedsrichtergespann trug seinen Teil bei, und erkannte ein reguläres Tor von Auer wegen Abseits nicht an. Ein individueller Fehler und ein Moment der Unkonzentriertheit unserer Abwehrspieler, führten in der Schlussphase zum ärgerlichen, aber absehbaren Ausgleichstreffer.

Gut, dass das Fußballjahr zuende ist. Zugegeben haben wir vorerst genug von der Alemannia. Mehr als genug. Und doch, um Missverständnissen vorzubeugen, bleiben wir treu. Auch in der 5. Liga, wenn es denn so kommen soll. Wünschen tun wir uns dies jedoch ganz und gar nicht. Noch ist Rettung möglich. In allen Bereichen.

Allen Freunden, Alemannia-Fans und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2012. Wir bedanken uns für das immer größer werdende Interesse an unserer Webseite. Die nach wie vor ständig steigenden Besucherzahlen zeigen uns, wie vielen Menschen die Alemannia am Herzen liegt.
Zu wenig.
11.12.2011 / ATSV - Aue 1:1 / Neuer Tivoli
Es war ein furchtbarer Tag für die Alemannia heute. Nicht wegen des Spiels. Das war einfach nur schlecht. Einfach zu wenig. In allen Belangen. Zwar waren unsere Jungs in der 49. Minute durch ein Tor von Auer in Führung gegangen. Deren kollektiver Tiefschlaf bei einem Einwurf, während alle anderen hellwach waren, führte jedoch später zum enttäuschenden Ausgleichstreffer.

Nein, schockierend war ein ganz offensichtlich geplanter gewalttätiger Angriff auf die Gruppe der Aachen Ultras. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatte eine größere Anzahl Rechtsradikaler den Block gestürmt, in dem diese ansässig ist.

Wir wissen um die immer tiefer und breiter werdenden Gräben in der Aachener Fanszene. Wir wissen auch, dass der ACU in der Vergangenheit immer wieder mit Gewalt gedroht wurde. Oft genug haben wir Anfeindungen beobachtet, bei denen es uns kalt den Rücken hinunter lief. Umso unverständlicher war uns, dass die verantwortlichen Sicherheitskräfte vollkommen überrascht und unvorbereitet waren. Trotzdem verhinderte der im Block postierte Ordnungsdienst durch beherztes Eingreifen Schlimmeres. Ein Ordner wurde dabei an der Hand verletzt. Viel zu lange dauerte es, bis die Polizei einschritt.

Die Vorfälle sind aufs Schärfste zu verurteilen. Im gesamten Umfeld der Alemannia ist es notwendig sich deutlich zu positionieren und von den Aggressoren zu distanzieren. Die Alemannia wird angemessen reagieren, davon sind wir überzeugt. Nazis und Gewalttätige sind eine enorme Gefahr in unserer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft. Ganz sicher wird die Angelegenheit für die Täter daher auch strafrechtliche Folgen haben.

Die heutigen extremen Auswüchse machen jedoch auch deutlich, wie wichtig es ist endlich grundsätzlich daran zu arbeiten, die Gräben zwischen den Fans zuzuschütten. Das geht nur, wenn sich alle Seiten bewegen und die gebotene gegenseitige Toleranz aufbringen. Wir hoffen inständig, dass dies nach und nach gelingt. Und so profane Probleme wie Gesänge, Trommelrhythmen oder das Fahnenschwenken sollten doch als Anfang überwindbar sein. Leute, man kann sich in die Unterschiede verbeißen oder aber sich zunächst auf die Gemeinsamkeiten besinnen. Und der größte gemeinsame Nenner ist und bleibt unsere Alemannia. Neben den hauptamtlich Zuständigen hat insbesondere auch die Fan-IG signalisiert sich schlichtend einzubringen. Gerade deren teils enormes persönlichen Engagement verdient die Anerkennung und Unterstützung aller, denen die Alemannia am Herzen liegt. Und vor allem auch die aktive, aufgeschlossene und lösungsorientierte Mitarbeit der beteiligten Fanclubs.
Newsarchiv
SPIELE
04.12.2011 / Aachen - 1860 / 2:2
11.12.2011 / Aachen - Aue / 1:1
18.12.2011 / Eintracht - Aachen / 1:1
vs.
Aachen    -:-    St. Pauli
Sa / 04.02.2012 / 13:00 / Neuer Tivoli
NOTIZEN
19.01.2012
Heyen statt Nachtsheim?
21.12.2011
Albert Streit verpflichtet
19.12.2011
Satzungsänderung beschlossen
ZUFALLSBILD