2:1 Sieg bei SW Essen.
Geschafft! Die extremst lange Sommerpause ist vorbei. Der zwischenzeitlich dargebotene
alemanniafreie WM-Fußball war für uns eher wie koffeinfreier Kaffee. Wenig Geschmack.
Keine Wirkung.
Geschafft! Die 2. Runde im DFB-Pokal ist erreicht, die Pflichtaufgabe erfüllt.
Nach der guten Vorstellung beim Blitzturnier vergangenen Sonntag, als zuerst Düsseldorf
besiegt und anschließend Leverkusen weggefegt wurde, war die Vorfreude auf das Pokalspiel
riesig. Leider spülte der starke Dauerregen einen Teil der Euphorie nach und nach weg.
Trotzdem. Es macht wieder Spaß der Alemannia zuzusehen. Die Mannschaft war sehr offensiv
eingestellt, störte den Gegner früh, kämpfte leidenschaftlich um jeden Ball. Irgendwann
sind wir mit dem Zählen der Torchancen nicht mehr nachgekommen. Aber es waren viele.
Richtig viele. Das Verwandeln hat man sich jedoch für den Ligaauftakt gegen Union Berlin
aufgehoben, wie Junglas nach dem Spiel erklärte. So blieb es bei einem Strafstoßtor durch
Höger in der 26. und einem Treffer kurz vor der Pause, wobei wir nicht zweifelsfrei sagen
können, welcher unserer Stürmer da erfolgreich war. Einen Ehrentreffer gestanden wir
fairerweise den wackeren Essenern dann 10 Minuten vor dem Ende zu.
Offensichtlich wegen der Witterungsverhältnisse hatte sich die Alemannia entschlossen die
schönen neuen Trikots im Schrank zu lassen. Statt dessen griff man auf die im Mannschaftsbus
in ausreichender Anzahl vorhandenen neongelben Warnwesten mit Kurzarm zurück. Wie viele
Zuschauer sich fragten, ob da tatsächlich die Alemannia Ersatzspieler als Ordner fungierten
ist uns nicht bekannt.
Und die Erkenntnisse heute? Die Rückreise von Essen ist trotz 8 km Stau zu kurz, um trocken
zu werden. Auf Auer können wir nicht verzichten. Höger war ganz stark heute. Ärgerlich oft
liefen unsere Jungs ins Abseits. Und … die neue Saison wird besser als die alte. Bestimmt.
Auf einen guten Start am Freitag.
Neuanfang auf allen Ebenen.
Ganze 7 Stunden hat die Jahreshauptversammlung heute gedauert. Ohne Pausen wohlgemerkt. Eine echte Mammutsitzung. Und
alles lief in angenehm ruhiger, sachlicher, respektvoller Atmosphäre ab.
Es wurde viel erzählt, geehrt und aus den Abteilungen berichtet. Als es dann um die finanzielle Situation der Alemannia
ging, haben sich die Verantwortlichen gut verkauft. Waren um Aufklärung bemüht, räumten Fehler ein. In 2009 erwirtschaftete
die Alemannia Aachen GmbH bilanzmäßig sogar einen kleinen Gewinn. Das Sanierungskonzept
scheint Hand und Fuß zu haben und macht Hoffnung. Was bleibt auch anderes übrig. Die Lizenz für die neue Spielzeit wurde
durch die DFL vor einer Woche jedenfalls ohne Auflagen erteilt. Den Optionsvertrag für die Bürgschaft der Stadt Aachen
genehmigte die Versammlung fast einstimmig.
Emotionaler Höhepunkt der Tagesordnung dann der kurzweilige Vortrag von Erik Meijer über die vergangene Saison, die
neuen Ziele und über Leistung, Leidenschaft und Loyalität. Zunächst Verhalten war die Reaktion auf das - zugegeben recht
schlichte - neue Trikot. Bis uns Erik auf die Besonderheit hinwies und gleichzeitig in der Halle neue Fahnen entrollt
wurden. Das Wappen! Back to the roots. Wir kehren zu unserem ersten, dem Traditionswappen aus 1925 zurück. Aufbrausender
Beifall unter den etwa 400 anwesenden Alemannen - wir sind begeistert. „Auf Gedeih und Verderb“ ist das neue Motto. Ja, das
passt.
Die Wahlen für den Aufsichts- und Verwaltungsrat, die nicht ganz professionell - eher etwas schusselig - durchgeführt
wurden, fanden zum Ende des Tages statt, nachdem die bisherigen Räte entlastet worden waren. Das Ergebnis ein Paukenschlag.
Doch überraschend, insbesondere auch wegen seines professionellen Auftrittes früher am Tag, wurde der bisherige
Vorsitzende Dr. Jürgen Linden nicht mehr in den Aufsichtsrat gewählt. Ihm fehlten 4 Ja-Stimmen. Hubert Herwartz,
Vorsitzender des Verwaltungsrates, wurde von der Versammlung ebenfalls abgelehnt. Allen anderen Kandidaten stimmten die
Mitglieder zu. Auch in den Gremien wird es also einen Umbruch und Neuanfang geben.
Irritierend jedoch das Verhalten dreier Gewählter (Mönning, Reimig, Lorenz), die ihre Wahl zunächst nicht annahmen und
sich über das Wochenende Bedenkzeit erbaten, was mit Buh-Rufen quittiert wurde.
Was gab es sonst?
Einen Trainer haben wir noch nicht, Satzungsänderungen (wenn auch nicht alle von allen verstanden) beschlossen, Dr. h.c.
Egidius Braun und Prof. Helmut Breuer sind jetzt Ehrenmitglieder und Benny Auer ist gestern Vater geworden. Sehr gespannt
ist Meijer, wie der Kleine wohl aussieht, da er nicht Erik, sondern Nico heißt.
Ach so, entgegen der Meldung in der Aachener Zeitung beendete Leo Führen die Sitzung eben doch mit dem obligatorischen
Hipp-Hipp-Hurra.

Ein bisschen war es heute wie der letzte Tag eines völlig verregneten Urlaubs. Verregnet? Nein, verhagelt eher. Ein Unwetter
jagte das nächste. Jede Menge Schlamm und Geröll wurden weggespült. Die ganz große Katastrophe, der Erdrutsch,
ist ausgeblieben. Zum Glück. Und es gab ja auch die wenigen Sonnenminuten.
Nun, vor dem Spiel heute hatten wir also mit der Saison längst abgeschlossen. Den Schlussstrich gezogen. Akzeptiert, was
nicht mehr zu ändern ist.
Und das war der Geist, den wir auch auf dem Tivoli spürten. Bei den Fans, den Spielern und allen anderen. Sich anständig
von der Saison verabschieden. Ohne Nachtreten. Nach vorne schauen. Um den anstehenden Umbruch wissend.
Die Partie selber war gar nicht so schlecht. Unsere Jungs bemüht und willig. Spielerisch jedoch wieder zu durchsichtig.
In der ersten Halbzeit die Alemannia leicht überlegen, konnte jedoch, wie so oft, den Ball trotz bester Chancen nicht im
Tor unterbringen. Nach einer halben Stunde dann der Treffer für Duisburg nach einem Freistoß.
Die zweiten 45 Minuten verliefen weitgehend ausgeglichen. Ausreichend Torgelegenheiten gab es hüben und drüben. Doch erst
in der 86. gelang Benny Auer der Ausgleich. Wem sonst? So endete das Spiel passenderweise und leistungsgerecht 1:1.
Besondere Erwähnung verdient heute das Schiedsrichtergespann, über das wir uns herrlich aufregen konnten.
Nach dem Schlusspfiff wurde es dann noch einmal emotional, als es an die Verabschiedung der Spieler ging, die uns verlassen.
Besonders Fiel konnte die ein oder andere Träne nicht verdrücken. Und Plaßhenrich bekam, auch zu unserer Freude, sogar
noch ein paar Einsatzminuten auf dem Platz.
Erst Zuhause ereichte uns die Nachricht, dass Trainer Krüger bei der Pressekonferenz nach dem Spiel seinen Weggang von der
Alemannia bekannt gegeben hat. Konsequent und richtig, wie wir denken.
Allen, die wir in der nächsten Saison nicht mehr in Aachen sehen, alles Gute weiter.
Wieder einmal verloren. Wieder eine Enttäuschung mehr.
Dabei lieferten unsere Jungs in der ersten Halbzeit sogar ein recht ordentliches Spiel ab. Besonders bei Standards
waren wir gefährlich. So erzielte in der 40. dann Stehle nach einer Ecke von Lasnik per Kopf das durchaus verdiente
1:0 für uns.
Was unsere Spieler dann jedoch in der Pause heimsuchte und ihnen jegliches Leben aussaugte, ist uns mehr als
rätselhaft. Folgerichtig fielen der Ausgleichstreffer und später das Siegtor für die Paderborner, was von allen
Beteiligten auf Platz und Bank lethargisch hingenommen wurde.
Wie fahrlässig angesichts der äußerst angespannten finanziellen Situation der Alemannia heute Sponsorenprämien und,
für die nächste Saison, Einnahmen aus Fernsehgeldern in jeweils 6-stelliger Höhe vergeigt wurden, macht wütend.
Entsprechend weise der Kommentar unseres Geschäftsführers Sport Erik Meijer nach dem Spiel: „Ich sage nichts!“ Wir
selbst müssen zugeben, dass inzwischen auch die Hoffnung auf die neue Saison Risse bekommt.
Und die Vorfreude auf den Saisonabschluss nächste Woche gegen Duisburg? Nun, daran arbeiten wir.
Auch wenn das Unentschieden leistungsgerecht war. Auch wenn wir angesichts des Durcheinanders vor unserem Tor in den
allerletzten Spielsekunden sogar von Glück reden könnten nicht verloren zu haben. Heute haben wir einen möglichen Sieg
verschenkt. Leichtfertig, schlafmützig, naiv, wie auch immer. Und das ist sehr, sehr ärgerlich.
Immerhin haben unsere Jungs, auch Dank des Gegners, im Gegensatz zu den letzten drei Auftritten noch einmal Fußball
gespielt.
Nach mühsamem Beginn kam die Alemannia immer besser ins Spiel. Ein ganze Reihe Torchancen wurden erarbeitet, die jedoch
alle ungenutzt blieben, teilweise höchst fahrlässig. Erst unmittelbar vor der Pause erzielte Özgen per Kopf den erlösenden
Führungstreffer. Nachdem Gueye in der 48. sehenswert zum 2:0 einschob, war eigentlich alles klar. Bis dann, ja bis dann
unsere Kicker sich gleich zwei Mal unmittelbar nacheinander - unterbrochen praktisch nur vom Torjubel der Fürther Spieler
- ausgesprochen amateurhaft auskontern ließen. Ok, wir wagen zu behaupten, dass ohne die verletzungsbedingte Auswechslung
von Olajengbesi mindestens eins der beiden Gegentore nicht gefallen wäre. Außerdem hatte Herzig den zweiten Kontor
unglücklich abgefälscht. Ändert aber nichts. Die Ernüchterung nach dem Ausgleichstreffer war im Stadion fast körperlich
spürbar. Gelegenheiten zum Siegtreffer gab es im weiteren Spielverlauf auf beiden Seiten. Am Ergebnis änderte nichts mehr,
obwohl uns während der Schluss-Szene kurz der Atem stockte.
Einen einstelligen Tabellenplatz werden wir wohl nicht mehr erreichen.
Schön war es, Stehle (kam für Ola) nach seiner langen Verletzung wieder auf dem Platz zu sehen. Übel aufgestoßen ist uns das
Gegeneinander der Fans auf der Süd, was einen unschönen Nachgeschmack hinterlassen hat.
Der Himmel heute war strahlend blau. Kein Wölkchen. Kein Kondensstreifen. Einfach makellos. Umso mehr Makel haften
unserem Sieg an. Dieses Spiel von „Schlecht gegen Grottenschlecht“ (Erik Meijer) haben wir fast peinlich glücklich
gewonnen. Obwohl wir nach dem Auftritt gegen Koblenz der Meinung waren, dass es schlechter nicht mehr werden könne,
gelang es unseren Jungs tatsächlich noch einen drunterzusetzen. Wie zum Hohn, als bräuchte irgend jemand, der dieses
Spiel miterlebte, weitere Erleuchtung, hatten die Ahlener auch noch das Flutlicht eingeschaltet.
Trainer Krüger will nach dieser Saison den „Deckel aufsetzen“ und neu beginnen. Eigentlich wollten wir dessen Aussagen
nicht mehr kommentieren. Zu oft hatten wir uns über seine Phrasen und leeren Versprechungen geärgert. Diese Vorlage
können wir aber nicht ungenutzt liegen lassen. Zu passend ist das Bild. Zu nahe liegt die Frage, wer uns diese Suppe
in nicht unerheblichem Maße mit eingebrockt hat. Ein guter Koch vermag auch aus wenigen und schlechteren Zutaten ein einigermaßen
schmackhaftes Gericht zu zaubern. Bei uns hat die Zusammenstellung und Mischung zu selten gestimmt. Wurden Gewürze
vertauscht. Pfeffer - das Alemannia-Unwort des Jahres - mit Salz verwechselt. Fast sind wir sicher, dass die versalzene
Suppe auch mit geschlossenem Deckel weiter verdirbt und ein neues Mahl in einem neuen Topf auch nicht bekömmlicher wird.
Zu einem Neuanfang gehört mehr…
Genug davon. Die 3 Punkte heute waren extrem wichtig. Und bei rigoros ergebnisorientierter Betrachtung, freuen wir uns
eben doch über den Sieg.
Die Hoffnung auf einen halbwegs versöhnlichen Saisonausklang haben wir praktisch aufgegeben. Eines Besseren lassen wir
uns nur zu gern belehren.
„Zu Gast bei der Diva vom Tivoli“, hieß es vor dem Spiel in der Koblenzer Rhein-Zeitung. Insbesondere die Launenhaftigkeit
unserer Mannschaft wollte man so zum Ausdruck bringen. Die scheinbar unerklärlichen Formschwankungen.
Uns jedoch will der Begriff Diva nicht recht gefallen. Die Göttliche? Die erste Tänzerin? Trotz ihrer Allüren ist die
Diva doch in der Lage Akzente zu setzen, zu bestimmen, zu führen.
Nun, es hat sie durchaus gegeben, die besseren Auftritte unserer Elf. Erst vor 2 Wochen war es ja gelungen eine
Spitzenmannschaft zu pacen, wie es neudeutsch heißt. Erfolgreich Schritt zu halten. Doch in gleichem Maße passen wir
uns schwächeren Gegnern an. Besonders dann, wenn sie defensiv und abwartend eingestellt sind. Unabhängig von Lust und
Laune. So leider auch heute.
Es war ein schlechtes Spiel. Unterirdisch schlecht. Langweilig. Es ist uns nicht gelungen das Spiel in die Hand zu nehmen.
Das Spiel zu bestimmen. Ein gewisses Bemühen kann man unseren Jungs nicht absprechen. Und nach einer guten halben Stunde
gelang es sogar den Ball irgendwie ins gegnerische Tor zu murksen. Letztendlich hatten wir aber absolut keinen Plan,
keine Ideen, keinen Mut, auch keinen Biss. In der 2. Halbzeit glichen die Koblenzer aus. Und irgendwann war das Spiel
dann auch zuende.
Der Lohn ist ein Punkt gegen das auswärtsschwächste Team der Liga, Vorletzter in der Tabelle. Verdient?
In einer Woche geht es dann zum Schlusslicht nach Ahlen. Schöne Aussichten!
Gewonnen haben wir letzte Woche. Heute war der Platz schlecht. Außerdem Ostern. Unsere Mannschaft indisponiert.
Fußball hat sie nicht gespielt. Wieder einmal.
Daher heute genauso viel Bericht, wie von unserer Mannschaft Fußball gespielt wurde. Nichts. Schade.
Als wir nach dem Spiel durch die Aachener Fußgängerzone gingen, wurden wir, wie so oft, von verschiedenen Passanten
gefragt, wie denn das Spiel ausgegangen sei. „4:0!“ „Oh“, die Enttäuschung stand der jungen Frau ins Gesicht
geschrieben, „schon wieder verloren also.“ Ein älteres Paar hingegen lächelte nur mitleidig, ob unseres vermeintlichen
April-Scherzes der übleren Sorte. „Doch Leute. Es ist wirklich wahr. Der höchste Saisonsieg. Der höchste auf dem
neuen Tivoli. Es geht aufwärts.“
Im Grunde können wir heute auf den Bericht vom Bielefeld-Spiel vor zwei Wochen verweisen. Wir können von einer
geschlossenen, disziplinierten, einsatzfreudigen und vor allem effektiven Mannschaftsleistung erzählen. Ja,
das Team scheint sich endlich gefunden zu haben. Gefunden zu sein. Das dritte Mal hintereinander
lief die Alemannia unverändert auf. Vier verschiedene Spieler haben getroffen. Besonders sehenswert der Heber von
Nemeth zum 1:0.
Unsere Tore waren dabei wunderbar über das Spiel verteilt. Immer dann, wenn wir mit einem baldigen Treffer der
Gegner rechneten, fiel ein Tor für uns. Die Augsburger haben sich nicht versteckt. Waren durchaus gefährlich.
Konnten so einige Statistiken für sich verbuchen. Torchancen, Eckenverhältnis, Ballbesitz und mehr. Letztendlich
zählt aber nur eine einzige Statistik. Und die geht ganz eindeutig an uns. 4 zu 0 Tore.
So nimmt die Saison hoffentlich doch noch einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss.
Trainer Krüger war mit Auftritt und Ergebnis zufrieden. Na dann …
Und auch an unserer Stimmungslage dürfte er heute nichts auszusetzen haben. Bewegen sich unsere
Emotionen doch auf dem von ihm vor einiger Zeit angemahnten Mittelmaß. Keine Depression. Keine
Begeisterung. Egalisiert.
Sehen wir es also nüchtern. Angetreten waren wir, um in Berlin einen Punkt mitzunehmen. So kam es uns
vor. Hinten diszipliniert und sicher stehen. Unbedingt „den Laden sauber halten“, wie Demai es ausdrückte.
Und das ist ohne Zweifel gelungen. Ja, die Mannschaft zeigte Kampfgeist und einen durchaus bemerkenswerten
Nur-nicht-verlieren-Willen.
Nach vorne ging gar nichts. Kein vernünftiger Spielaufbau, keine Ideen, Fehlpässe. Ganze 3 Torchancen
hatte die Alemannia. Die schlechten Platzverhältnisse waren Entschuldigung genug. Wie praktisch.
So dümpeln wir also wieder vor uns hin und wissen, warum wir uns letzte Woche über das Spiel gegen Bielefeld
so gefreut haben.
Heute hat uns die Alemannia überrascht. Sieg gegen Bielefeld. 2:1. Oh, wie war das schön. Wie ist das schön. Es war eine
geschlossene, engagierte Mannschaftsleistung. Der Mut, die Leidenschaft, das Feuer der Nachwuchsspieler, gestützt und
getragen von der Erfahrung der Älteren. Richtungsweisend vielleicht. Mut machend für die kommenden Spiele und vor allem
die nächste Saison.
In den ersten Minuten waren unsere Jungs noch etwas nervös. Kamen dann aber zunehmend besser ins Spiel. Hängten sich rein.
Nahmen den Kampf auf. Und schon in der 11. Minute war es Fiel, der von der Mittellinie aus mit einem wunderschönen Pass
in die Tiefe die Bielefelder Hintermannschaft aushebelte. Nemeth startet durch. Legt von links quer auf den eng gedeckten
Auer, der sich unnachahmlich um den gegnerischen Spieler dreht und aus kurzer Distanz einschiebt. Die Süd erbebt.
Zwischenzeitlich glichen die Arminen zwar aus, als es unseren Verteidigern nach einer Ecke nicht gelang, den Ball aus dem
Strafraum zu befördern. Doch noch vor der Pause fiel das 2. Tor für uns. Wieder ist Nemeth beteiligt. Spielt den Ball nach
rechts auf Adlung. Der flankt. Und Auer, wer sonst, verwandelt. Viel mehr Chancen gab es in der ersten Hälfte nicht.
Alemannia effektiv.
Die zweite Halbzeit war spielerisch und kämpferisch noch besser. Die Fans gingen mit. Ja, es war Leben in der Bude. Auf
Platz und Rängen. Endlich. Und auch wenn wir uns in den letzten 15 Minuten etwas zu sehr hinten rein drängen ließen, Konter
nicht nutzten, brachten wir den Vorsprung über die Zeit. Anstrengend war es. Intensiv. Gut.
Jetzt können wir erst einmal aufatmen. Weiter so, Jungs!
Verloren. Völlig verdient. Ohne Wenn und Aber. Lust-, kraft- und saftlos. Uns fehlen die Worte.
In den letzten 7 Spielen nur 1x gewonnen. Dagegen 5x verloren. Zuletzt 3 Niederlagen in Folge, wodurch der Abstand
zum Abstiegs-Relegationsplatz von 12 auf 7 Punkte geschrumpft ist. Unsere Torausbeute insgesamt unter 10%. Weniger
als 1 Tor pro Saisonspiel. Schlechteste Zweikampfstatistik der Liga. Viertletzter der Rückrundentabelle ...
Langsam bekommen wir kalte Füße.
Übrigens blieb es, dank Schneechaos auf der Autobahn, dem weitaus größten Teil der 150 Aachener Auswärtsfahrer
unfreiwillig erspart dem furchtbaren Auftritt unserer Mannschaft beizuwohnen.
Wir sind enttäuscht. Sehr. Wieder einmal. Wir sind unzufrieden, wütend, hadern mit dem Schicksal. Was für eine üble Saison.
Dieses Spiel gegen einen doch recht limitierten Gegner hätten wir nicht verlieren dürfen. Viel mussten die Düsseldorfer
nicht tun, um heute zu gewinnen. Hinten einigermaßen sicher stehen und auf den unvermeidlichen Fehler unserer Mannschaft
warten. Das genügte.
An der Einstellung der Alemannia hat es nicht gelegen. Moral, Wille und Kampfgeist haben gestimmt. Unsere Jungs waren deutlich
überlegen. Geschuldet wurde die Niederlage unserer Offensiv- und Abschlussschwäche, die sich wie ein roter Faden durch die
gesamte Saison zieht. 23 Torschüsse heute. Einige hochkarätige Chancen dabei. Die letzten 12 Minuten, nachdem ein
Düsseldorfer wegen unsportlichen Verhaltens Rot gesehen hatte, waren wir sogar in Überzahl. Trotzdem gelang es nicht den
Ball im gegnerischen Tor zu versenken.
Klar, wir sind vom Verletzungspech verfolgt. Ein komplettes Team könnte man aus unseren Kranken aufstellen. Wegen
Rückenproblemen fiel leider auch Auer wieder aus. Trotzdem. Es mangelt an der Kreativität. An der Passsicherheit.
An der Entschlossenheit beim Abschluss. Am Mut. Und auch diese Dinge sind nicht neu. Weiterentwickelt hat sich die
Mannschaft hierin nicht.
Das Beste des Tages zum Schluss: In Erinnerung und zum Anknüpfen an alten Glanz hatten die Fans eine Wurfrollen und Konfetti
Choreographie vorbereitet. Eine wirklich gelungene Aktion. Stimmungstechnisch sorgte diese zumindest zu Beginn für deutliche
Belebung unseres neuen Tivoli.
Samstag spielen wir in Cottbus. Kämpfen und diesmal siegen!
Alles andere als eine Klatsche wäre eine Überraschung gewesen. Trainer Krüger hatte uns gewarnt!
Einerseits war es nur Ahlen jüngst gelungen bei 1860 zu gewinnen. Und Ahlen ist schließlich die
Erfolgsmannschaft der Rückrunde. Nicht zu vergleichen mit der, die wir aus dem letzten Jahr kannten. So
Krüger. (Ganz zur Bestätigung hat Ahlen Freitag in Düsseldorf äußerst knapp mit nur 4 Toren Unterschied
verloren.)
Außerdem erwarteten uns die Münchener gut erholt und in bester Verfassung. Nur ein einziges zusätzliches
Nachholspiel in dieser Woche (in Karlsruhe) und ein ganzer Tag Zeit sich auf das Spiel gegen uns vorzubereiten.
Unsere Mannschaft dagegen hatte in den vergangenen Tagen das Training angezogen. Mittwoch waren gleich
zwei Einheiten zu absolvieren, die sicher erheblich an den Kräften gezehrt hatten.
Darüber hinaus pfeifen wir personell aus dem letzten Loch.
Entsprechend ängstlich vorsichtig und defensiv war unsere Mannschaft aufgestellt. Kratz und Demai als
Doppelsechs. Auer einzige Sturmspitze, nach 20 Minuten verletzungsbedingt ersetzt durch Uludag aus unserer
Zweiten. Gueye wieder auf seiner heiß geliebten Position links außen.
Unsere Mannschaft zeigte sich heute wirklich bemüht. Einen Vorwurf kann man ihr nicht machen. Bester
Spieler Fiel. In der 11. Minute gelang Kratz per Kopf der Führungstreffer. Wir träumten sogar von einem
möglichen Sieg. Aus individuellen Fehlern entstanden das 1:1, danach das 2:1 für die Löwen. Doch Fiel brachte
uns mit einem sehenswerten Freistoßtor in der 59. wieder ins Spiel. 20 Minuten später fiel der allseits
erwartete Siegtreffer für 1860. Auch nach einem Freistoß. Unsinnig zu spekulieren, ob Stuckmann gehalten hätte.
Ganz kurz vor Schluss kam dann auch Nemeth wieder zu seiner Ehre. Er wurde für Casper eingewechselt, was uns wichtige
Sekunden brachte, um den knappen Rückstand über die Zeit zu retten. Genial.
Leider war Krüger mit seinen Protagonisten nun doch eine weniger entspannte, lange Rückfahrt nach Aachen
beschieden.
Nun, eigentlich war uns allen doch sowieso klar, dass es sich heute nur um ein popeliges Zweitligaspiel
zweier Mannschaften aus der Tabellenmitte handelte. Eins von 34 Spielen. Völlig egal, wo wir uns nach diesem
Spieltag in der Tabelle wiederfinden. Oder eben doch nicht.
Eine unnötige Niederlage. Chance vertan. Schade!
Gewonnen. Nicht glanzvoll, aber gewonnen. Das Spiel nach Rückstand gedreht. Benny Auer hat zweifach getroffen. Wir freuen
uns. Über das Ergebnis. Sehr.
Oberhausen war der erwartet unangenehme Gegner, defensiv eingestellt, auf Zerstörung unseres Spiels ausgerichtet.
Torchancen blieben heute Mangelware. Das Spiel war gekennzeichnet durch unzählige Fehlpässe. Ballverluste. Kampf und
Krampf. Nicht schön anzusehen, besonders in der 2. Halbzeit. Unsere Mannschaft aber deutlich überlegen, wollte
gewinnen und tat es dann auch.
Nach einem engagierten Beginn unserer Elf, kam der Führungstreffer für RWO in der 13. Minute, der sich aus einem Freistoß
entwickelte, etwas überraschend und unverdient. Doch schon 2 Minuten später gelang der Ausgleich. Freistoß Demai.
Auer am langen Pfosten. Kopfball. Tor.
Das 2:1 fiel dann erst in Minute 81. Diesmal Ecke Demai. Auer jetzt am kurzen Pfosten. Kopfball. Tor. Ja, bei den
Standards sind Fortschritte erkennbar.
Zwischendurch hatte Casper per Kopf die Latte getroffen und war ein Tor von Burkhardt zu Unrecht wegen Abseits nicht
anerkannt worden. Kurz vor Schluss vergab Milchraum frei vor dem gegnerischen Tor.
Mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen. Doch. Es war kalt.
Das Topspiel der 2. Liga. FSV Frankfurt gegen Alemannia Aachen. Riesige Vorfreude. Knisternde Spannung. Emotionen pur.
Und das Spiel hielt, was es versprach. Hier begegneten sich zwei gleichwertige Mannschaften. Auf Augenhöhe. Unsere Jungs
begannen stark. Sehr stark. Ließen sich nicht beeindrucken von der schon sprichwörtlichen Heimstärke der Frankfurter. Ja,
wir mussten uns immer wieder die Augen reiben. Waren begeistert. Erst nach 15 Minuten nahmen die Gastgeber dann das Heft
in die Hand. Zeigten den Kombinationsfußball, für den der FSV steht. Arbeiteten hochkarätige Torchancen heraus. Nach vorne
gepeitscht von tausenden Fans. Ein bestens aufgelegter Stuckmann hielt uns im Spiel. Rettete das 0:0 in die Pause. Das gab
unserer Mannschaft frischen Mut. Wir spürten, dass hier heute etwas zu holen war. Plötzlich gehörte uns das Spiel. Ja, wir
hätten sogar in Führung gehen können. Doch das letzte Quäntchen ... wie schade. In der 76. Minute fiel nach einer Ecke
dann doch das Tor für den FSV. Was danach folgte war sensationell. Nur 5 Minuten später kämpften sich unsere Jungs zurück
ins Spiel. Erzielten den Ausgleichstreffer. Fiel hatte mit einem präzisen Freistoß genau den Kopf von Benny Auer gefunden,
der gekonnt verwandelte. Wahnsinn.
Zum Schluss blieb es bei der verdienten Punkteteilung. Wir können hoch zufrieden sein.
Satire? Realsatire! Realität! Bittere!
Immerhin haben wir zum ersten Mal in dieser Saison nach Rückstand nicht verloren.
Zurück in der Realität dieser Saison. Zurück auf dem Boden der Tatsachen. Nicht weich gelandet. Aufgeschlagen. Hart.
Schon wieder eine Heimklatsche. Das ist bitter.
Nun, es war nicht alles schlecht heute. Teilweise wirkte unsere Mannschaft überlegen. Unsere Jungs haben gekämpft. Wild
und planlos. Der Spielwitz hat gefehlt, die Kreativität, die Intelligenz. Wie so oft schon.
Die Gegner dagegen hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Aus einer starken, stabilen Abwehr heraus wurden wir geschickt
ausgekontert. Dreimal erfolgreich. Beim letzten Mal wohl über den Umweg eines unnötigen Foulelfmeters. So einfach geht das.
Besonders, wenn ein eigener Abwehrspieler einen ganz miesen, ein gegnerischer Stürmer hingegen einen super guten Tag hat.
Ja, es gab auch das Hätte oder Wäre. Doch auf das Quäntchen Glück zu bauen ist definitiv zu wenig. Heute mangelte es ganz
offensichtlich an der Qualität.
Müßig erneut von den Standards und der Auswechseltaktik zu reden. Ebenso darüber, dass ein Rückstand im Spiel einer Niederlage
gleich kommt. Seit einer (gefühlten) Ewigkeit.
Nach dem dritten Spieltag der Rückrunde haben wir nun 3 Punkte auf dem Konto. Immerhin noch einen mehr, als zu Beginn der
Hinrunde nach drei Spielen. Kein Trost. Wird Sonntag in Frankfurt nicht gewonnen, ist die Ausbeute dann nämlich schlechter.
Schade. Heute war mehr drin. Leistungsgerecht wäre ein Unentschieden gewesen. Wegen der Harmlosigkeit der Offensivabteilungen
auf beiden Seiten war es im Grunde ein typischer 0:0 Kick.
Die Niederlage resultiert aus dem Auftritt in der ersten Hälfte. Unsere Mannschaft ängstlich, nervös, hektisch, fahrig. Ein
Rückschritt. Keine Spur mehr von der Entschlossenheit und Energie der letzten Spiele. Angesichts des Hinspiel-Traumas
erklärbar!? Uns dennoch unverständlich. Das Tor: Ergebnis eines kapitalen Fehlers der heute überforderten rechten
Abwehrseite.
Anders die zweite Halbzeit. Unsere Alemannia deutlich überlegen. Spielfreude. Leidenschaftlicher Kampf. Dominanz im
Mittelfeld. Doch gelang es nicht dies in Chancen, geschweige denn Tore umzumünzen. Die beste Gelegenheit hatte Casper frei
vor dem Tor aus kurzer Distanz in der 62. Minute. Der Ball flog am Kasten vorbei.
Gueye als einzige Spitze heute allein gelassen. Und wieder einmal blieb ein Signal und Hilfe von der Bank aus. Irgendwann
wurde Auer eingewechselt. Zu spät. Und nicht etwa als zweiter Stürmer. Nein. Gueye wurde für Milchraum wieder nach
links außen geschickt. Dabei hatten wir in der Hinrunde doch oft genug gesehen, dass er dort nicht wirklich gut aufgehoben
ist. Das war dann der Bruch im Spiel. Danach war es gelaufen. Später kam auch noch Nemeth. Richtigerweise. Aber was
sollte er denn in nur etwas mehr als 5 verbleibenden Minuten noch reißen?
Soweit zum Spiel. Die Niederlage unnötig, aber kein Beinbruch. Halbzeit 2 lässt hoffen. Nächste Woche Montag kommt Lautern.
Mit etwas mehr Mut eine lösbare Aufgabe.
Leute, die ihr nicht auf dem Tivoli wart: „Ihr habt was verpasst!“ Wow!
Auftakt der Rückrunde. Und die Alemannia macht da weiter, wo sie Ende letzten Jahres in Duisburg aufgehört hat. Ein
überzeugender Auftritt. Endlich auch zuhause. Kampf, Leidenschaft, Mut. Schöne Spielzüge. Torchancen en Masse.
Das Spiel war keine Minute alt. Wir selbst noch dabei uns warm zu singen. Alle Hände oben. Kaum Sicht auf das Spielfeld.
Gueye bringt den Ball von der linken Seite flach in den Strafraum. Findet Adlung. Und der schießt mühelos ein. Tor.
1:0. Was für ein Auftakt! Und so geht es weiter. Eine Chance jagt die nächste. Die Alemannia schickt sich an den KSC
in sämtliche Einzelteile zu zerlegen.
Aber wir wollten ja keine Spielverderber sein. Hatten wir doch in der Hinrunde so mühsam unseren Ruf als guter Gastgeber
erarbeitet. Wir hielten die Spannung hoch. Es blieb kurzweilig. Überaus unterhaltsam. Nach einer guten halben Stunde
brachte der gegnerische Torwart Gueye im Strafraum zu Fall. Foulelfmeter. Auer verschoss. Egal. Brauchten wir nicht.
Dann die zweite Halbzeit. Wieder in den ersten Minuten. Gueye mit einem wunderschönen Pass in die Tiefe. Plötzlich
laufen Milchraum und Auer alleine auf das Karlsruher Tor zu. Milchraum am Ball. Wartet genau den richtigen Moment ab.
Legt quer auf Auer. Das 2:0. Klasse!
Den zwischenzeitlichen, schmeichelhaften Anschlusstreffer nach einer Ecke wollten die Karlsruher dann doch nicht auf
sich sitzen lassen. Beim nächsten Eckball von uns nutzte KSC-Spieler Drpic seine Gelegenheit und köpfte ins eigene
Tor, um den leistungsgerechten Mindestabstand von 2 Toren wieder herzustellen. (Im Hinspiel, als unsere Alemannen
sich mit dem Tore schießen noch schwerer taten, war dieser Drpic ja übrigens auch schon eingesprungen und hatte für
uns getroffen.)
Bei dem 3:1 blieb es dann auch. Es war toll heute. Die Stimmung auf der Süd nähert sich dem, was Tivoli und Alemannia
würdig ist. Das Kurvenchaos der Ultras zu Beginn der 2. HZ mit Konfetti, Fahnen, Luftballons und schwarz-gelben Schirmen
eine gelungene Aktion.
Einziger Wermutstropfen heute die Verletzung von Junglas kurz vor der Pause. Hoffentlich nicht allzu schwer. Doch wir
befürchten schlimmes. Gute Besserung Manuel.
Samstag spielen wir in Pauli. Weiterer Kommentar hierzu? An dieser Stelle unnötig ...
