09.11.09: Alemannia Aachen - Hansa Rostock 1:0 (1:0)
Zuschauer: 21.274 (davon ca. 400 Hanseaten)
Tore: 1:0 Demai (12.)
Verstehen können wir immer noch nicht richtig, was da in den letzten Minuten des Spiels
ablief und in der Minute gipfelte, die es eigentlich gar nicht hätte geben dürfen. Die
Nachspielzeit war schon deutlich überschritten, als die Rostocker diesen Eckball zugesprochen
bekamen. Gedränge in unserem Strafraum. Überall weiße Spieler. Der Ball kommt gefährlich.
Überaus gefährlich. Ein Schuss. Stuckmann pariert. Dann die Lücke. Ein Rostocker völlig
frei. Nein! Das darf nicht sein. Das kann nicht sein. Dann ist es passiert. Der Ball im
Tor. Nein, nein, nein! Der Pfiff des Schiris. Eine missverständliche Geste. Verwirrung.
Aufregung. Die ersten Jubelrufe. Die Arme gehen nach oben. Der Treffer zählt nicht. Nicht!
Wirklich? Wieso? Egal. Drei Punkte. Sieg.
Ein fader Beigeschmack bleibt. Und die Frage, warum es überhaupt zu dieser Situation
kommen konnte.
Dabei hatte das Spiel doch so viel versprechend begonnen. Die Alemannia in der ersten
Hälfte absolut dominant, überlegen, zweikampfstark. Bereits in der 12. Minute erzielte
Demai mit einem sehenswerten Schuss in den rechten, oberen Winkel das 1:0. Ob es sich dabei
um einen Kunstschuss handelte, um eine verunglückte Flanke, oder etwas von beidem, kann
jeder selbst entscheiden. Zahlreiche weitere Torchancen folgten, konnten aber - wieder
einmal – nicht verwertet werden. Im weiteren Verlauf kamen uns zunehmend Erinnerungen
an das Cottbus-Spiel hoch. Wir wurden immer nervöser. Die Mannschaft leider auch.
Nach dem Seitenwechsel verloren die Spieler dann vollends den Faden. Der Gegner wurde nicht
mehr konsequent angegangen, hatte viel zu viel Platz. Trotzdem gab es noch genug
Gelegenheiten das Ergebnis zu verbessern, was aber nicht gelang. In der Schlussphase
des Spiels wurde den Rostockern das Mittelfeld kampf- und kraftlos überlassen. Und es
kam eben nicht, wie es hätte kommen müssen. Weil der Schiedsrichter Adleraugen hat und
mehr sah als andere. Weil dieser Rostocker, der Herzig behinderte, entgegen seiner
eigenen Einschätzung eben doch kein Balletttänzer ist. Weil es ausgleichende Gerechtigkeit
zu Fehlentscheidungen bei früheren Spielen ist. Oder einfach nur, weil wir Glück hatten.
So blieb es beim Sieg, dem zweiten in Folge. Die kleinstmögliche Serie. Nächste Woche in
Koblenz ist Gelegenheit diese auszubauen.
Macht endlich die Buden, Jungs! Nutzt die Chancen!
Beim nächsten Heimspiel darf der Support übrigens gerne wieder etwas besser, lauter und
die Süd wieder bunter werden. Außerdem gehen Pfiffe gegen unsere eigenen Spieler in unseren
Augen gar nicht.