Fr, 17.09.2010
/ Alemannia Aachen - Energie Cottbus 2:3 (1:1)
Zuschauer: 15.386 (davon ca. 150 aus Cottbus)
Tore: 1:0 Stieber (42.); 1:1 Petersen (45.); 2:1 Höger (46.); 2:2 Petersen (77.); 2:3 Shao (79.)
Das tut weh. Richtig weh. Schon wieder Lehrgeld bezahlt. Fatal nur, dass wir uns das nicht
lange leisten können. Ein nicht zur Hälfte gefülltes Stadion ist ein deutliches,
erschreckendes Signal.
Die erste Halbzeit heute war schwach, mit einem leichten Plus für Cottbus. Fast einzig
erwähnenswert die Großchance von Junglas und das tolle Tor von Stieber in der 42sten. Unsere
Freude hierüber hielt jedoch nur wenige Minuten, bis der Gegner zeigte, dass man auch nach
einer Ecke erfolgreich sein kann. Vorausgegangen war ein äußerst merkwürdiger
(regelwidriger?) Schiedsrichterball in Höhe der Mittellinie. Junglas zeigt an, dass er dem
gegnerischen Torwart zuspielen will. Der Schiri stößt ihn weg und wirft dann den Ball einem
Cottbusser vor die Füße, der postwendend lang und gefährlich nach vorne spielt.
Zurück aus der Kabine zeigte die Alemannia ihr neues Gesicht. Plötzlich war Schwung im
Spiel. Wurde schön kombiniert, leidenschaftlich gekämpft. Das 2:1 machte Höger schon in der
ersten Minute nach der Pause. Und es gab weitere Gelegenheiten zu Erhöhen, die aber
sträflich ungenutzt blieben oder vertändelt wurden. Pech hatte Stehle, der mit seinem
Kopfball nur den Pfosten traf.
30 Minuten dominierten wir das Spiel. Und dann demonstrierte uns das erfahrenere Team wie
es geht. Nach einem Konter fällt das 2:2. Und bald darauf schlägt ein umstrittener
Freistoß in gerader Linie aus 30 Metern genau über Hohs ins Netz. Das war es.
Auer kam ein paar Minuten vor dem Ausgleichstreffer, fand aber keine Bindung ins Spiel und
ist noch nicht wirklich fit. Uns unverständlich, dass für ihn Gueye ausgewechselt wurde.
Ganz kurz vor Schluss - zu spät, wie wir denken - brachte Hyballa zuerst Arslan und dann
noch Müller. Feisthammel, der mit seinem Gegenspieler in der 2. Hälfte größte Probleme
hatte, wurde nicht erlöst.
Immerhin gab es nach dem Spiel von den Fans aufmunternden Beifall.
Für eine Zwischenbilanz ist es noch zu früh. Doch der Druck steigt. Dienstag geht es nach
Frankfurt. Nächsten Freitag kommt Paderborn.
Es müssen Punkte her!