22.12.2010 /
Alemannia Aachen - Eintracht Frankfurt i.E. 6:4 (1:1) (0:0) (0:0)
Zuschauer: 32.160 (davon ca. 4.500 aus Frankfurt)
Tore: 1:0 Höger (93.); 1:1 Fenin (99.)
Elfmeterschießen: 2:1 Junglas; 2:2 Fenin; 3:2 Achenbach; 4:2 Arslan; 4:3 Caio;
5:3 Stehle; 5:4 Amanatidis; 6:4 Auer
Wahnsinn! Ein großer Sieg. Ein richtig großer Sieg. Der größte seit langer, langer Zeit.
Die Alemannia steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der Weihnachtswunsch ging in
Erfüllung. Das Träumen geht weiter.
Wir sind überwältigt. Es hat uns Stimme und Sprache verschlagen. Immer noch fehlen uns die
Worte für ein angemessenes Resümee. Vielleicht finden wir sie nie.
Unsere Jungs sind über sich hinausgewachsen. Das durch die verletzungs- und
krankheitsbedingten Ausfälle „allerletzte Aufgebot“ (so Eric van der Luer) war bis in die
Haarspitzen motiviert. Hat wirklich alles gegeben. Im Grunde noch mehr.
Die Schlüsselszene erlebten wir nach einer knappen Viertelstunde, als Gueye nur
durch eine Notbremse am Torschuss gehindert werden konnte. Richtigerweise entschied der
Schiedsrichter auf Strafstoß und verwies den Frankfurter Übeltäter vom Feld. Höger, unser
sicherster Elfmeterschütze tritt an und vergibt mit einem (fast zu) schwachen Schuss. Doch
die Eintracht beißt an. Versucht in der Folge das Unentschieden irgendwie über die Zeit zu
retten, fest überzeugt im Elfmeterschießen sicherer Sieger zu werden. Es entwickelt sich
ein Spiel, das zeitweise fast an Handball erinnert. Die Frankfurter bauen sich um ihren
Strafraum herum auf. Unsere Jungs - in einem äußeren Kreis aufgestellt - spielen den Ball
von links nach rechts, hin und her, vor und wieder zurück, immer auf der Suche nach der
Lücke.
Zugegeben, es gab auch die ein oder andere Schrecksekunde. Einmal traf irgendein
Frankfurter kunstvoll den Pfosten. Ein anderes Mal musste Hohs mit einer tollen Parade
eingreifen. Trotzdem war es meist ein Spiel auf ein Tor. Und als Höger in der
Verlängerung mit einem flachen Schuss ins Eck zum 1:0 traf, bebte der Tivoli. Irgendwie
gelang es dem Gegner dann aber doch wieder auszugleichen und es kam tatsächlich zum
Elfmeterschießen.
Was waren wir aufgeregt. Fast konnten wir nicht hinsehen. Doch die Jungs blieben absolut
cool. Junglas, Achenbach, Arslan, Stehle. Alle verwandelten souverän, wobei Stehle den
gegnerischen Keeper noch "an der Wurst schnuppern ließ", wie er selber es ausdrückte. Auch
die Frankfurter schossen gut. Deren zweiter Schütze so gut, dass der Ball mit nur 3 Schritten
Anlauf sogar ... über das Tor flog. Sagenhaft. Die Explosion der Emotionen, der
Jubel, die Freude, nachdem Kapitän Auer - der riesigen Verantwortung gewachsen - als
Letzter knallhart einnetzte, ist einfach unbeschreiblich. Wir können es immer noch kaum
fassen. Wahnsinn!
Auf dem Weg zum Parkplatz erfuhren wir das Ergebnis der Auslosung für die nächste Runde.
Es ist der Jackpot. Die Bayern kommen wieder!
Frohe Weihnachten!