So, 29.08.2010 / Karlsruher SC - Alemannia Aachen 3:0 (3:0)
Zuschauer: 13.637 (davon ca. 500 aus Aachen)
Tore: 1:0 Staffeldt (8.); 2:0 Chrisantus (17.); 3:0 Chrisantus (34.)
Zugegeben, wir waren wild entschlossen heute zu gewinnen. Die Mannschaft, die Trainer, die
Fans. Und sind mit Hurra ins offene Messer gelaufen. Wurden vom Karlsruher Sturmlauf eiskalt
erwischt. Nach 8 Minuten fiel das längst überfällige 0:1, 10 Minuten später das 0:2, nach
einer guten halben Stunde das 0:3. Irgendwie retteten wir dieses schmeichelhafte Ergebnis
in die Pause. In der 2. Halbzeit schaltete der KSC dann ein, zwei Gänge zurück, was gegen
unsere harmlose Alemannia völlig genügte. Im Grunde hätte man sich diese Hälfte schenken
können. Auch im Block war es sehr still geworden. So erlebten wir diese 45 Minuten fast
lethargisch in ernüchterter Starre. Hoch anzurechnen ist unseren Jungs, dass sie nach dem Schlusspfiff
an den Zaun des Gästeblocks kamen und die Fans abklatschten. Applaus gab es keinen. Pfiffe
und Buh-Rufe auch nicht. Keine Emotion, keine Aggression. Einfach nichts.
Wie konnten wir nur so naiv sein? Wie leicht es doch war unsere Abwehrreihe zu Statisten zu
degradieren, unserem Mittelfeld völlig den Schneid abzukaufen, den Sturm zu entschärfen.
Wir hatten mit Rückschlägen gerechnet. Dass wir dermaßen zerrupft würden, hat uns dann aber
doch getroffen. Unsere Mannschaft war vom Auftritt des Gegners völlig überrascht. Reagierte
konsterniert und hilflos. Vielleicht hat uns heute ein Leitwolf gefehlt. Ein Denker und
Lenker, der die Ruhe behält und Impulse geben kann.
Jetzt geht es ans Aufarbeiten. Ans Lernen. Bis zum nächsten Spiel sind 14 Tage Zeit. Wie
heißt es so schön? Aller Anfang ist schwer! Und die neue Alemannia steht ja erst am Anfang.
Vielen Dank für die Bereitstellung der folgenden 6 Bilder an