31.10.2010 /
Alemannia Aachen - VfL Osnabrück 2:1 (1:0)
Zuschauer: 19.553 (davon ca. 1.200 aus Osnabrück)
Tore: 1:0 Auer (14.), 1:1 Lindemann (58.), 2:1 Feisthammel (90.)
Dass ausgerechnet Innenverteidiger Feisthammel mit seinem Tor in der 90. sozusagen zum
Matchwinner werden würde, hätte wohl keiner geahnt. Obwohl er sich, wie uns aufgefallen
war, beim Warmschießen vor dem Spiel erstaunlich treffsicher gezeigt hatte.
Nach der denkwürdigen aber überaus anstrengenden Pokalsensation von Mittwoch präsentierte sich
unsere Mannschaft frisch und gut erholt. Immerhin knapp 30 Minuten lang. In dieser Zeit
fiel folgerichtig auch das 1:0 durch unser Sturmduo Stieber/Auer. Danach waren die Kräfte
verbraucht, die Spieler sichtlich platt. Wen wundert’s?
In der zweiten Hälfte kaufte uns Osnabrück kampfstark zunehmend den Scheid ab, ohne jedoch
spielerisch überzeugen zu können. Eher zufällig deren Ausgleichstreffer nach einem
Freistoß. Dieser segelte eigensinnig an allem und jedem vorbei. Nur nicht am Tor.
Die Gegner waren in der Endphase hauptsächlich bemüht, das Ergebnis zu halten. Unserer
Mannschaft gelang nicht mehr viel. Doch wieder einmal gaben die Jungs nicht auf, bewiesen
Moral und wurden ganz zum Schluss belohnt. Demai fand mit seinem Freistoß Feisthammel, der
sich im Rücken der Abwehr freigelaufen hatte und aus kürzer Distanz verwandelte.
Völlig unnötig über nicht gegebene Elfer zu diskutieren. Ein möglicher Pfiff blieb auf
beiden Seiten je einmal aus. Ebenso müßig darüber nachzudenken, ob unser Trainer besonders
müde Spieler hätte auswechseln können. Es war alles richtig. Denn wir haben gewonnen.
Seit 7 Pflichtspielen sind wir nun unbesiegt. In den letzten 6 Ligabegegnungen holten wir
satte 14 Punkte. Das erste Mal diese Saison trafen wir per Kopf (Auer). Das erste Mal waren
wir nach einem Freistoß erfolgreich. Und - wir können uns nicht erinnern seit wann genau,
es müssen Ewigkeiten sein - uns gelang ein Last-Minute-Siegtor.
Der Alemannia-Oktober ist endgültig vergoldet. In einer Woche spielen wir bei 1860 München.
Es ist an der Zeit auch dort einmal zu gewinnen. Auf geht’s, Jungs.