So, 06.11.2011 /
Alemannia Aachen - MSV Duisburg 2:2 (1:1)
Zuschauer: 31.180 (davon ca. 2.250 aus Duisburg)
Tore: 1:0 Radu (5.); 1:1 Domovchiyski (29.); 1:2 Hoffmann (67.); 2:2 Auer (68.)
Das 1000. Zweitligaspiel der Alemannia. Feierstimmung auf dem (bis auf den Gästeblock)
ausverkauften Tivoli. Ein direkter Konkurrent als Gegner. Ein enorm wichtiges Spiel im
Abstiegskampf. Und was machen unsere Jungs? Die legen einen derart schlechten Auftritt
hin, dass man kaum zusehen kann. Es ist eine Schande.
Wir wurden wieder herb enttäuscht, darüber hinaus auch absolut desillusioniert. Denn
dieses Spiel war aufschlussreich. Sehr. In der Tat war es ein sportlicher Offenbarungseid.
Unser vermeintlicher Strohhalm, die zweite Halbzeit des Bochum-Spiels, ist zu Staub
zerfallen. Ein gewisses Bemühen können wir der Mannschaft nicht absprechen, die
Zweitligatauglichkeit - jedenfalls in der derzeitigen Konstellation - inzwischen schon.
Und auch der Trainerwechsel hat (bisher) rein gar nichts gebracht. Ergebnismäßig nicht
und spielerisch auch nicht. Einzig die Standards sind besser geworden. So fiel auch das
1:0 durch Radu in der 5. Minute nach einer Ecke.
Das Spiel heute war ein Kellerduell, in dem beide Teams keinen Zweifel daran ließen,
warum sie völlig zu Recht ganz unten in der Tabelle stehen. Unser Team war dabei das
eindeutig schlechtere. Dass unsere Gäste zudem aggressiver, zweikampfstärker und
lauffreudiger agierten, spricht Bände.
Bei der Alemannia lief überhaupt nichts zusammen. Es war ein Fehlpassfestival
sondergleichen. Die Raumaufteilung stimmte nicht. Das offensive Mittelfeld war völlig
überfordert. Immer wieder wurde der Ball planlos lang und blind nach vorne geschlagen.
Erst durch die Einwechslung von Junglas und Stiepermann - nachdem etwa eine Stunde
gespielt war - wurde es wenigstens kämpferisch etwas besser. Junglas war es auch, der
mit einem guten Pass in die Tiefe Auer frei spielte und damit unser 2. Tor (zum 2:2)
vorbereitete. Auer schoss zwar den Keeper an, doch der Ball prallte zurück, traf einen
gegnerischen Spieler und hopste dann, zur Überraschung aller, gemächlich über die
Linie. Auf einen Ruck in der Mannschaft, auf ein finales Aufbäumen warteten wir in den
restlichen 20 Minuten jedoch vergeblich. Es blieb letztlich beim Unentschieden.
Erst in 2 Wochen steht das nächste Spiel auf dem Programm. Es geht zur Eintracht nach
Frankfurt.