So, 20.11.2011 /
SG Eintracht Frankfurt - Alemannia Aachen 4:3 (2:0)
Zuschauer: 38.500 (davon ca. 800 aus Aachen)
Tore: 1:0 Idrissou (10.); 2:0 Köhler (12.); 2:1 Auer (78.); 3:1 Hoffer (81.);
3:2 Radu (82.); 3:3 Demai (86.); 4:3 Matmour (89.)
Schmeichelhaft. Das ist die freundlichste Bewertung für Ergebnis und Spiel, die uns
eingefallen ist. Ermöglicht dadurch, dass wir drei Tore geschossen haben. Das einzig
Positive heute. Ansonsten wäre das Urteil vernichtend ausgefallen.
Entgegen allen Vorankündigungen war unsere Mannschaft - mit 5 Verteidigern auf dem Platz -
absolut defensiv auf- und eingestellt, offensichtlich um ein torloses Remis zu ermauern.
Da unsere Jungs dies aber bekanntermaßen nicht können, ließen sie das Spielen ganz
bleiben. Warteten ab, guckten zu und staunten über den Gegner. In der 10. Minute
verstolperte Watermann nach einem Rückpass den Ball. Das 0:1. Nur 2 Minuten später standen
unsere zahlreichen Verteidiger irgendwo oder rutschten aus. Das 0:2. Damit war das Spiel
gelaufen und die Jungs konnten unbesorgt in aller Ruhe weiter warten. Dies auch, weil
unsere Konterspieler wohlweislich nur auf der Bank saßen. Glücklicherweise wurde es unser
hochambitionierter Gegner nach und nach Leid gegen eine derart reg- und leblose Mannschaft
Druck aufzubauen. Und so plätscherte die Partie langweilig vor sich hin. Eine
Systemumstellung nach der Pause änderte auch nur wenig und wir Fans sahen in stoischer
Gefasstheit dem Schusspfiff entgegen.
Bis dann .... ja, bis in der 78. Minute der Ball völlig unerwartet im Frankfurter Kasten
lag. Auer hatte höchst eigensinnig eine Hereingabe, die gar nicht für ihn gedacht war,
genial mit der Hacke ins Tor befördert. Ja, wir haben uns sogar etwas gefreut. Doch nur
wenig später fiel das 1:3 und es schien wieder alles beim Alten. Danach wurde es kurios.
Zuerst ist es Radu, der nach einer Flanke von Achenbach wunderschön mit dem Kopf einnetzt.
Dann nutzt Demai einen direkten Freistoß. Der Ball wird abgefälscht, prallt gegen die
Latte, den Torwart und überquert in der Luft die Linie. Der Rettungsversuch eines
Gegenspielers kommt zu spät.
3:3, wir konnten es kaum fassen. Den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Jetzt war unsere
Freude riesengroß, leider aber nur sehr kurz. Ein Abwehrfehler nach einem Freistoß für
Frankfurt sorgte für schlagartige Ernüchterung. Und auch wenn dieser erneute
Last-Minute-Tiefschlag im Grunde nicht überraschte, verließen wir das Stadion
kopfschüttelnd.
Nächsten Samstag steht das Spiel beim KSC auf dem Programm. Jungs, unnötig zu sagen, wie
wichtig ein Sieg ist!