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29.08.10: Wie konnten wir nur so naiv sein? 3:0 Niederlage in Karlsruhe.

Zugegeben, wir waren wild entschlossen heute zu gewinnen. Die Mannschaft, die Trainer, die Fans. Und sind mit Hurra ins offene Messer gelaufen. Wurden vom Karlsruher Sturmlauf eiskalt erwischt. Nach 8 Minuten fiel das längst überfällige 0:1, 10 Minuten später das 0:2, nach einer guten halben Stunde das 0:3. Irgendwie retteten wir dieses schmeichelhafte Ergebnis in die Pause. In der 2. Halbzeit schaltete der KSC dann ein, zwei Gänge zurück, was gegen unsere harmlose Alemannia völlig genügte. Im Grunde hätte man sich diese Hälfte schenken können. Auch im Block war es sehr still geworden. So erlebten wir diese 45 Minuten fast lethargisch in ernüchterter Starre. Hoch anzurechnen ist unseren Jungs, dass sie nach dem Schlusspfiff an den Zaun des Gästeblocks kamen und die Fans abklatschten. Applaus gab es keinen. Pfiffe und Buh-Rufe auch nicht. Keine Emotion, keine Aggression. Einfach nichts.
Wie konnten wir nur so naiv sein? Wie leicht es doch war unsere Abwehrreihe zu Statisten zu degradieren, unserem Mittelfeld völlig den Schneid abzukaufen, den Sturm zu entschärfen.
Wir hatten mit Rückschlägen gerechnet. Dass wir dermaßen zerrupft würden, hat uns dann aber doch getroffen. Unsere Mannschaft war vom Auftritt des Gegners völlig überrascht. Reagierte konsterniert und hilflos. Vielleicht hat uns heute ein Leitwolf gefehlt. Ein Denker und Lenker, der die Ruhe behält und Impulse geben kann.
Jetzt geht es ans Aufarbeiten. Ans Lernen. Bis zum nächsten Spiel sind 14 Tage Zeit. Wie heißt es so schön? Aller Anfang ist schwer! Und die neue Alemannia steht ja erst am Anfang.

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15.08.10: 2:2 Unentschieden gegen Union zum Auftakt.

Der TSV. Der TSV. Der TSV ist wieder da! Als dieser Unioner in der 83. aus höchster Not ins eigene Tor klärte und damit das 2:1 für die Alemannia erzielte, war unsere Begeisterung perfekt. Das absolute Hochgefühl hielt etwa Minute. Dann wurden unsere Jungs Opfer ihres jugendlichen Übermuts. Der AUF GEDEIH UND VERDERB offensiven Spielweise. Ja, das ist der Haken am neuen System. Du musst die Buden auch machen, die Chancen nutzen. Denn die Gefahr sich einen einzufangen ist groß. Das wussten wir vorher. Deshalb hatte uns das 1:0 der Berliner nach einer halben Stunde nicht groß geschockt. Auch unsere Mannschaft blieb unbeeindruckt. Das sehenswerte Ausgleichstor durch Höger - auch heute wieder bester Spieler auf dem Platz - fiel nach einer guten Flanke von Achenbach noch vor der Pause. Mit vollem Risiko hatte er den Ball halb hoch angenommen und in die Maschen gedroschen.
Das Fazit des Pokalspiels in Essen hat sich heute bestätigt. Es macht riesigen Spaß der Alemannia zuzusehen. Die Mannschaft steht sehr hoch. Spielt konsequentes Pressing. Kämpft leidenschaftlich. Läuft und investiert sehr viel. In der zweiten Hälfte ließen naturgemäß die Kräfte etwas nach. Wurden die Zuspiele ungenauer. Konnten nicht mehr ganz so viele Chancen erarbeitet werden. Aber man hielt das Tempo hoch. Blieb dran. Versuchte alles. Einziges Manko blieb heute die Torausbeute. Aber wir haben ja noch den Benny, der hoffentlich bald wieder fit ist.
Es wird Rückschläge geben. Klar. Aber wir werden auch tolle Siege feiern können. Der Umbruch ist eingeleitet. Die neue Alemannia macht Lust auf mehr. Viel mehr.
Eine kurze Randnotiz zum Schluss. Die neue Party-Tormusik blieb uns erspart. Wir haben sie schlicht nicht gehört. Was geht schon über den ohrenbetäubenden Jubel der Fans? Und auch das Einlauflied. Ein Trommler als Taktgeber täte es wohl auch. Den Text kann man eh nicht verstehen. Unsere Meinung!

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- 04.08.10: Kapitän Benny Auer verletzt.

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